Was für eine Antwort auf einen schwierigen Start: Die Elmshorn Fighting Pirates haben ihr Auswärtsspiel bei den Minden Wolves mit 28:23 gewonnen. Nach einem zwischenzeitlichen Zehn-Punkte-Rückstand zeigte das Team von Head Coach Fabian Adler große Moral, steigerte sich von Drive zu Drive und drehte die Partie mit einer überzeugenden zweiten Halbzeit.
Die Gastgeber erwischten zunächst den besseren Start. Quarterback Darrius Sample führte die Wolves mit einer variablen Offense über das Feld und brachte sein Team früh mit 7:0 in Führung. Ein Field Goal von Tobias Pauls erhöhte wenig später sogar auf 10:0 – die Pirates mussten sich zunächst sortieren.
Doch Elmshorn fand immer besser ins Spiel. Quarterback Quincy Casey brachte Ruhe in die Offensive und setzte seine Mitspieler mit klugen Pässen und eigenen Läufen immer wieder in Szene. Der verdiente Lohn folgte wenig später: Casey fand Benjamin Mau in der Endzone, Leon DiVito verwandelte den Extrapunkt sicher zum 10:7.
Im zweiten Viertel schien das Momentum sogar endgültig auf die Seite der Pirates zu kippen. Nachdem die Defense Darrius Sample den Ball abgenommen hatte, trug Andreas Koch den Fumble bis in die Endzone. Der Jubel währte allerdings nur kurz, denn eine Strafe machte den vermeintlichen Touchdown zunichte. Statt des möglichen Ausgleichs erhöhte Minden im Gegenzug durch den zweiten Touchdown-Lauf von Sample auf 17:7.
Die Pirates ließen sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Noch vor der Halbzeit marschierte die Offense erneut entschlossen über das Feld. Ein Touchdown wurde zunächst wegen einer Strafe aberkannt, doch Elmshorn blieb geduldig und konzentriert. Schließlich war es Quincy Casey selbst, der einen vierten Versuch mit einem beherzten Lauf in die Endzone verwandelte. Mit dem Extrapunkt von Leon DiVito verkürzten die Pirates auf 17:14 und waren zur Pause wieder mittendrin.
Nach dem Seitenwechsel übernahm Elmshorn zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Die Offensive Line arbeitete sich immer besser in die Partie, Nate Thomas fand immer wieder die entscheidenden Lücken und Quincy Casey setzte mit wichtigen Läufen und Pässen die Akzente. Den verdienten Abschluss eines starken Drives setzte Thomas schließlich selbst mit seinem Touchdown-Lauf zur ersten Führung des Tages – 20:17 für die Pirates.
Auch die Defense zeigte nun ihre Klasse. Immer wieder zwang sie die Wolves zu schwierigen Situationen und ließ kaum noch einfache Raumgewinne zu. Als Minden einen aussichtsreichen Drive nicht erfolgreich abschließen konnte und die Pirates den vierten Versuch der Gastgeber stoppten, war das ein wichtiger Wendepunkt der Begegnung.
Im Schlussviertel entwickelte sich ein intensiver Kampf um jeden Yard. Trotz mehrerer Strafen und Unterbrechungen behielten die Pirates die Nerven. Kurz vor der Endzone setzte Finn Janszikowsky auf eine Wildcat-Formation. Nate Thomas übernahm den direkten Snap und lief entschlossen zum nächsten Touchdown. Leon DiVito verwandelte auch den Extrapunkt sicher – 28:17 für Elmshorn.
Ganz entschieden war die Partie damit allerdings noch nicht. Die Wolves starteten in den Schlussminuten noch einmal eine Aufholjagd und verkürzten durch einen Touchdown-Pass von Darrius Sample auf Willie Fedd Jr. auf 28:23. Die anschließende Two-Point-Conversion verteidigten die Pirates jedoch erfolgreich und hielten den Vorsprung fest.
Auch der folgende Onside Kick brachte keine Wende mehr. Elmshorn sicherte den Ball, kontrollierte mit seinem Laufspiel die verbleibende Spielzeit und ließ die letzten Sekunden souverän von der Uhr laufen.
Am Ende steht ein hart erarbeiteter 28:23-Auswärtssieg, bei dem die Fighting Pirates einmal mehr bewiesen haben, dass sie auch nach Rückschlägen nicht den Kopf hängen lassen. Mit viel Geduld, einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einer starken zweiten Halbzeit drehten die Pirates die Partie in Minden und nahmen verdient zwei wichtige Punkte mit nach Elmshorn.
Autor: GMG
Foto: Meryem Pelka

