Mit einem starken Start, einigen echten Highlights, am Ende aber einer deutlichen Niederlage kehrten die Elmshorn Fighting Pirates am Samstag aus Krefeld zurück. Im Grotenburgstadion mussten sich die Pirates den Krefeld Ravens mit 14:51 geschlagen geben. Dabei sah es zu Beginn der Partie noch ganz anders aus.
Die Pirates erwischten den deutlich besseren Start. Nach dem Kickoff der Gastgeber brachte Adehkeem Brown (#21) den Ball zurück und die Offense um Quarterback Quincy Casey (#2) machte sich auf den Weg über das Feld. Trotz großen Drucks der Krefelder Defense bewegten die Pirates die Ketten. Joel Schütz (#11) sorgte mit wichtigen Catches für Raumgewinn, Finn David (#22) steuerte ein neues First Down bei.
Schließlich fand Casey (#2) Benjamin Mau (#7), der den Ball in die Endzone trug. Leon DiVito (#4) verwandelte den PAT – 7:0 für die Pirates!
Und Elmshorn hatte direkt die nächste Überraschung parat: DiVito (#4) setzte einen Onside-Kick, der tatsächlich gelang. Die Pirates blieben damit in Ballbesitz und machten sich erneut auf den Weg Richtung Krefelder Endzone. Trotz mehrerer Sacks und einer Strafe kämpfte sich die Offense bis in die Red Zone. Ein ausgespielter vierter Versuch, bei dem Casey (#2) Schütz (#11) fand, hielt den Drive zunächst am Leben. Erst ein weiterer ausgespielter vierter Versuch wurde von der Krefelder Defense gestoppt.
Auch die Elmshorner Defense war zunächst hellwach. Damien Cischewski (#25) verteidigte stark, Andreas Koch (#96) und Bernard Diouf (#9) brachten Krefelds Quarterback Arrambide (#4) gemeinsam zu Boden. Nach dem ersten Quarter stand deshalb weiterhin die 7:0-Führung der Pirates auf dem Scoreboard.
Im zweiten Quarter fanden die Ravens allerdings immer besser in die Partie. Vor allem Running Back Akiva Wedge (#6) stellte die Elmshorner Defense zunehmend vor Probleme. Sein erster Touchdown sorgte für den 7:7-Ausgleich.
Die Pirates hielten zunächst dagegen und versuchten weiterhin mutig, ihre Drives auszuspielen. Doch beim vierten Versuch wurde Casey (#2) von Max Emmerich (#39) gesackt. Krefeld nutzte den folgenden Ballbesitz und Wedge (#6) brachte die Gastgeber mit seinem nächsten Touchdown erstmals mit 14:7 in Führung.
Wenig später folgte der nächste Rückschlag. Ansley Kusi (#29) fing einen Pass von Casey (#2) ab. Zwar stemmte sich die Pirates-Defense gegen den nächsten Krefelder Score – unter anderem mit einem starken Tackle von Josiah Schwinge (#18) –, am Ende fand Wedge (#6) aber erneut den Weg in die Endzone. Krefeld zog auf 21:7 davon.
Noch vor der Pause übernahm Finn Janscikowsky (#17) für Casey (#2), der verletzungsbedingt ausfiel, auf der Quarterback-Position. Viel Zeit zum Eingewöhnen blieb ihm nicht. Die Krefelder Defense machte weiter Druck und die Ravens nutzten ihre eigenen Ballbesitze konsequent. Nach einem weiteren Touchdown und einem Elmshorner Fumble kurz vor der Pause erhöhte Krefeld schließlich auf 35:7.
Ein deutlicher Rückstand zur Halbzeit – doch die Pirates kamen mit einem echten Ausrufezeichen aus der Kabine.
Zwar misslang der zweite Versuch eines Onside-Kicks, doch kurz darauf schlug die Elmshorner Defense zu. Krefeld hatte auf Quarterback Isaiah Trouwloon (#9) gewechselt. Dessen Pass fing Adehkeem Brown (#21) ab – und Brown hatte anschließend nur noch ein Ziel: die Endzone.
Pick Six für die Pirates!
Leon DiVito (#4) setzte den PAT zwischen die Stangen und Elmshorn verkürzte auf 14:35.
Die Ravens ließen sich davon allerdings nicht aus dem Rhythmus bringen. Jannick Wenzel (#33) brachte Krefeld mit einem langen Lauf wieder in eine gute Position, ehe Trouwloon (#9) Mitch Sawyer (#89) in der Endzone fand. Nach dem erfolgreichen PAT stand es 42:14.
Trotz des deutlichen Rückstands steckten die Pirates nicht auf. Jalin Justice (#0) setzte mit einem starken Sack gegen Trouwloon (#9) noch einmal ein defensives Ausrufezeichen. Auch offensiv gelangen Janscikowsky (#17) und Schütz (#11) weitere gute Aktionen. Ein misslungener Snap brachte Elmshorn zum Ende des dritten Quarters jedoch tief in Bedrängnis.
Zu Beginn des Schlussviertels geriet Janszikowsky (#17) unmittelbar vor der eigenen Endzone unter massiven Druck. Sein Versuch, sich noch aus der Situation zu befreien, endete mit einem Safety zum 44:14.
Krefeld legte später noch einmal nach. Jimmy Onema (#16) fand die Lücke und lief zum Touchdown, Daniel Schumacher (#90) verwandelte den PAT zum 51:14.
Auch in den letzten Minuten spielten die Pirates weiter. Janszikowsky (#17) erlief noch einmal ein neues First Down und fand anschließend Schütz (#11) für den nächsten ersten Versuch. Die Defense zwang Krefeld anschließend noch einmal zum Punt und Brown (#21) sorgte mit einem starken Return bis etwa an die 48-Yard-Linie für das letzte größere Highlight des Nachmittags.
Nach den letzten Spielzügen knieten die Pirates ab. Endstand im Grotenburgstadion: Krefeld Ravens 51 – Elmshorn Fighting Pirates 14.
Am Ende steht eine deutliche Niederlage, die jedoch nicht darüber hinwegtäuschen sollte, dass die Pirates gerade zu Beginn gezeigt haben, was möglich gewesen wäre. Der erste Touchdown, der direkt folgende erfolgreiche Onside-Kick und eine Defense, die Krefeld im ersten Quarter ohne Punkte hielt, sorgten für einen starken Auftakt.
Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Ravens jedoch immer mehr die Kontrolle. Ballverluste und daraus resultierende gute Feldpositionen für Krefeld machten die Aufgabe zusätzlich schwer. Die Gastgeber nutzten diese Möglichkeiten konsequent.
Für die Pirates heißt es nun, die Partie aufzuarbeiten, die guten Ansätze mitzunehmen und den Blick wieder nach vorn zu richten. Denn auch an einem schwierigen Nachmittag gab es sie: die Aktionen, bei denen Gelb und Blau aufblitzten.
Autor: GMG

